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Studie zur Sekretratenmessung in einer Thoraxdrainageeinheit

Moderne Thoraxdrainagegeräte sorgen für eine Absaugung überschüssigen Sekrets im Pleuraspalt und halten dort den notwendigen Unterdruck aufrecht. Das Anlegen einer Thoraxdrainage ist bei Diagnose eines Pneumothorax die Standardtherapie. Je nach Ursache für den Pneumothorax lässt die Rate des abgesogenen Sekrets Rückschlüsse auf den Krankheitsverlauf zu. Insbesondere im Bereich der offenen Herzchirurgie ist die Sekrtrate ein wichtiger Indikator für die Genesung des Patienten und muss engmaschig erfasst werden. Typische Thoraxdrainagegeräte fangen die abgesaugte Sekretmenge in Behältern auf, die mit ablesbaren Skalen versehen sind. Die Mengen werden durch das Personal zu vorgegebenen Zeiten erfasst und die Sekretraten entsprechend bestimmt.

Ein namhafter Hersteller solcher Geräte beauftragte CogniMed, ein Konzept für eine automatische Sekretratenmessung auszuarbeiten.


Ziel soll es sein, die Sekretrate in der Bedieneinheit des Thoraxgerätes verfügbar zu haben und sie zum Beispiel mit dem Schwesternruf verbinden zu können. Als messtechnische Basis wurde die Gewichtsermittlung des Sekrets vorgegeben. Wesentliches Beurteilungskriterium soll der Änderungsaufwand sein, den die Integration der Sekretratenmessung für das Gerät verursacht.

Die Festlegung der messtechnischen Eigenschaften war schnell getan. Nur die in der Anwendung auftretenden Messwertverfälschungen stellten ein konzeptionelles Problem dar. Wie sollten Zugkräfte, die durch Schläuche und Leitungen auf den Sekretbehälter wirken, vom Gewichtsergebnis entkoppelt werden? Schließlich war ein mit der Tarafunktion verbundener Prediction-Filter ein vielversprechender Ansatz zur Lösung dieses Problems. Zur drahtlosen Übertragung der Messdaten wurde eine Reihe von Möglichkeiten (optisch, via BT, via NFC, proprietär) erläutert und vor dem Hintergrund der Anwendung bewertet. Hier war CogniMeds lange Erfahrung in dem Gebiet der kabellosen Datenübertragung sehr vorteilhaft. Schließlich wurde auch noch eine drahtlose Energierübertragung vorgeschlagen, so dass die Sekretratenmessung ohne elektrische Anschlussleitungen aus dem Gerät versorgt werden kann.

Bleibt abzuwarten, welche Ideen im nächsten Gerät des Herstellers zu finden sein werden...